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Reaktorsicherheit und Kontrolle

Zur Überwachung eines Kernreaktors werden eine Reihe von Spezialgeräten und Kontrollsystemen eingesetzt, die einen sicheren und reibungslosen Betrieb gewährleisten. Diese Überwachung ist für die Einhaltung von Sicherheitsgrenzen, die Leistungsoptimierung des Reaktors und die Unfallverhütung unerlässlich. 
Nuclear reactor core

Mirions Reaktorinstrumentierungs- und Strahlungsüberwachungssysteme sorgen dafür, dass die Reaktorsicherheit und der Spitzenlastbetrieb sichergestellt werden.

Kerninterne und -externe Messung (Sensing)

Interne Kern-Detektoren werden direkt im Reaktorkern eines Kernkraftwerks platziert und ermöglichen Messungen des Neutronenflusses, der Temperatur und anderer Parameter im Herzen der Spaltungsreaktion. Die externen Detektoren befinden sich außerhalb des Reaktorkerns, in der Regel innerhalb des Reaktorsicherheitsbehälters, und überwachen Strahlenwerte, Temperatur und Druck in der Umgebung. Während beide Arten von Detektoren zur allgemeinen Sicherheit und Effizienz der Anlage beitragen, liefern Detektoren innerhalb des Reaktorkerns wichtige Informationen über den Spaltungsprozess des Reaktors, während sich Detektoren außerhalb des Kerns auf die Überwachung der Bedingungen abseits des Kerns konzentrieren.

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Nuclear Containment - Wide

Sicherheitsüberwachung

Sicherheitsbehälter-Monitore sind spezielle Instrumente zur Messung von Parametern wie Strahlenwerte, Druck, Temperatur und Luftverunreinigungen innerhalb des Sicherheitsbehälters. Auf diese Weise können die Anlagenbetreiber in Echtzeit auf Anomalien oder Zwischenfälle reagieren und die Integrität des Sicherheitsbehälters gewährleisten. Geräte zur Überwachung des Sicherheitsbehälters spielen eine wichtige Rolle beim Schutz des Anlagenpersonals, der Öffentlichkeit und der Umwelt vor potenziellen radiologischen Gefahren im Normalbetrieb und bei Unfällen.

Abflussüberwachung

Bei der Überwachung von Ableitungen geht es um die Verfolgung und Messung der Mengen radioaktiver Stoffe, die über gasförmige und flüssige Abfallströme in die Umwelt gelangen. Durch diese Überwachung wird sichergestellt, dass die Freisetzungen innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte bleiben und die Bevölkerung und die Umwelt vor übermäßiger Strahlenbelastung geschützt werden. Die Überwachungsdaten werden auch für die Berichterstattung und die Befolgung der Vorschriften verwendet, um die Einhaltung der festgelegten Sicherheitsstandards nachzuweisen.

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Betriebliche Prozessüberwachung

Bei der Prozessüberwachung in einem Kernkraftwerk handelt es sich um spezielle Überwachungssysteme und -instrumente, die verschiedene Parameter und Zustände von Anlagen und Prozessen während des normalen Betriebs kontinuierlich überwachen. Sie helfen dabei, eine optimale Effizienz aufrechtzuerhalten, Anomalien zu erkennen und potenzielle Probleme zu vermeiden, welche die Sicherheit oder Leistung beeinträchtigen könnten. Mirion Prozessmonitore liefern wichtige Daten für Anlagenbetreiber, die es ihnen ermöglichen, fundierte Entscheidungen über den Betrieb und die Wartung von Anlagen zu treffen, die Leistung zu optimieren und die Sicherheit zu gewährleisten.

Facility-Management nach Unfällen

Das Risiko lässt sich nicht auf null reduzieren. Deshalb müssen die Betreiber von Kernkraftwerken über immer leistungsfähigere Systeme verfügen, die nach immer strengeren und höheren Normen entwickelt werden, damit die Anlagen auch bei Unfällen und nach Unfällen funktionieren und gemanagt werden können. Der Einsatz von Systemen zur Überwachung der ionisierenden Strahlung ist bei dieser Art von Unfällen besonders wichtig, um deren Auswirkungen zu begrenzen. Diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist eine echte technologische Herausforderung, da die physikalischen Größen (Temperatur, Druck, integrierte Dosis, Zeit usw.), welche die verschiedenen infrage kommenden Szenarien beeinflussen, ständig zunehmen.

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Tritium-Überwachung

In Kernkraftwerken ist die Überwachung von Tritium wichtig, um eine sichere Handhabung, Lagerung und Entsorgung von tritiumhaltigen Abfällen zu gewährleisten und das Anlagenpersonal und die Umwelt vor übermäßiger Strahlenbelastung zu schützen. Die frühzeitige Erkennung von Tritiumlecks ermöglicht rechtzeitige Abhilfemaßnahmen und verhindert die Ausbreitung der Kontamination und mögliche Zwischenfälle. Darüber hinaus ist die Tritiumüberwachung unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Vorschriften eingehalten werden und die Betriebsgenehmigung der Anlage erhalten bleibt.

Neutronenflussüberwachung

Die Neutronenflussüberwachung liefert Echtzeitinformationen über das Leistungsniveau und die räumliche Verteilung des Neutronenfeldes des Reaktors, das direkt mit der Spaltungskettenreaktion korreliert. Anhand dieser Daten können die Anlagenbetreiber die kritischen Werte des Reaktors gewährleisten und so einen stabilen und kontrollierten Spaltungsprozess sicherstellen. Neutronenflussüberwachung spielt auch eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung von Sicherheitsmargen, der Erkennung möglicher Anomalien und der Optimierung der Reaktorleistung für eine effiziente Energieerzeugung.

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Zugehörige Ressourcen

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